Monographienreihe

Wie beliebt diese Reihe auch bei Autorinnen und Autoren ist, zeigt das Vorliegen von drei neuen Manuskripten, die auf Veröffentlichung warten. Das erste, bereits in Druckvorbereitung befindlich, befass sich mit der Geschichte der Kirche St. Antonius in Siegburg-Seligenthal, das zweite mit der Arbeit des Schiedsmannes in Wachtberg zum Ende des 19. Beginn des 20. Jahrhunderts und das dritte mit dem Folgeband zur Geschichte des Bergbaus im Rhein-Sieg-Kreis.

Als erster Band konnten bereits 1947, noch vor der Wiederbegründung der Heimatblätter im Jahre 1950, die „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegburg“ von Wilhelm Wilbrand gedruckt werden. 1955 folgte „Die Geschichte von Oberpleis“ von Robert Flink. Maria Geimer, die verdiente Stadtarchivarin, legte 1956 die „Denkschrift zur Eingliederung eines Teiles der Gemeinde Braschoß in die Stadt Siegburg“ vor. Weitere Arbeiten wurden von anderen Publikationsreihen übernommen und im Weiterdruck den Vereinsmitgliedern zugänglich gemacht.

Die ersten sechs Bände wurden nicht durchgezählt. Erst der siebte Band, und zwar „Das Bödinger Memorienbuch“, das P. Mauritius Mittler OSB nach Vorarbeiten von Joseph Walterscheid 1971 herausgab, erhielt eine eigene Nummer. Die Darstellung „Erzbischof Anno II. von Köln“ von Dieter Lück wurde 1970/71 als Band 8 und Nachdruck aus den „Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein“ publiziert. In Zukunft wurden indessen nur noch Erstveröffentlichungen vorgelegt.

Mit dem 18. Band endete die Veröffentlichung im Selbstverlag des Vereins. Die verlegerische Betreuung übernahm nun der Rheinlandia Verlag von Klaus Walterscheid in Siegburg. Die Themenpalette ist so umfangreich, daß Sie am besten einmal in unsere chronologische Zusammenstellung klicken, um zu schauen, ob etwas Interessantes für Sie dabei ist. Auch Bände aus dieser Reihe können Sie über den Rheinlandia Verlag beziehen.

Aktuelles Heft der Monographienreihe Nr. 34

Leonie Gräfin von Nesselrode:

DAS GEDÄCHTNIS DES WILHELM VON NESSELRODE IN BÖDINGEN UND EHRENSTEIN

„Ehre wem Ehre gebührt“. Dieses Sprichwort könnte man auch  als Übertitel zu den Ausarbeitungen der Autorin, Leonie Gräfin von Nesselrode, setzen. Es geht um das Andenken an einen Mann, dessen Lebenswerk das Fördern seiner Familie und seiner Kinder war, ein echter pater familias, es geht um Wilhelm von Nesselrode.

 

Die Autorin macht daraus aber keine einfache Familien-Sage. Sie spannt den Bogen um ein Vielfaches weiter und führt den Leser in die Vorstellungswelt des ausgehenden Mittelalters ein. Denn nur denn wird verständlich, was Grablege, was Kirchenfenster, was Stiftungen, eingesetzt von den Lebenden zu Ehren der Toten damals bedeuteten.  Daraus entsteht ein Sittengemälde, das in den Bann zieht. Gut verständlich werden Informationen vermittelt, die uns heute Lebenden völlig fremd sind, in ihrer Fremdheit aber in den Bann ziehen.

 

In diesem Sittengemälde werden zwei wundervolle Kirchen – die Wallfahrtkirche in Bödingen und die Ehrensteiner Kirche - vorgestellt. Sie entstehen in ihrem reichen Bild der Vergangenheit, an dem Restaurierungen und Zeitgeschmack vieles verändert haben und wo zusätzlich durch Zerstörungen vieles verloren ging. Auch dieses ein spannender Bilderbogen.

 

Mit der neuen Monographie des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e.V. zeigt der Verein sein Profil: Qualitätsvolle Geschichtsarbeit für die Region, für den interessierten Bürger zu publizieren.

 

(Andrea Korte-Böger)


 


Monographienreihe 2014

Aktuelles Heft der Monographienreihe  

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